Beschwerdemanagement

Das Bundeskinderschutzgesetz ermöglicht Erziehungsberechtigten sich in Kindertagesstätten mehr zu beteiligen und über ein Beschwerdeverfahren konstruktive Kritik zu äußern.

 

Obwohl der Begriff Beschwerde negativ behaftet ist, kann es gelingen, eine Beschwerde als Chance zu begreifen!

Vielen fällt es nicht leicht, eine Beschwerde als Chance zu betrachten.

Für den/die Beschwerdeführer/in ist dies eine gute Möglichkeit sein Anliegen (z.B. Wünsche oder Sorgen) zu äußern und etwas zu verändern.

Für die Einrichtung stellt sie einen „kostenlosen Hinweis“ dar. Zudem besteht die Möglichkeit, die Arbeit zu verbessern und eine angenehme Atmosphäre für die Familien und das Personal zu schaffen.

 

Eine Beschwerde vorbringen zu können, die gehört wird und Veränderung bewirken kann, ohne Angst vor Konsequenzen haben zu müssen, ist ein Gewinn für alle Beteiligten und ein wichtiger Beitrag zum Schutz von Kindern vor Gefährdung.

 

Eine Beschwerdefreundliche Einrichtungskultur ist geprägt durch einen wertschätzenden Umgang aller Beteiligten und ein professionelles Selbstverständnis, das Fehler als Bestandteil der alltäglichen Berufspraxis begreift.

Denn Wertschätzung und Fehlerfreundlichkeit tragen zu einer offenen Atmosphäre einer Einrichtung bei, in der Probleme angesprochen und unterschiedliche Meinungen gehört werden können.

(Fachbereich Erziehungswissenschaften und Psychologie, FU Berlin (Hg.), 2013, S.7)

 

Der Vorstand sorgt als Trägervertreter für die Voraussetzung des Beschwerdemanagement.

 

DENN NUR WER SICH BESCHWEREN DARF, IST WIRKLICH AN DER GESTALTUNG BETEILIGT